Abhängig vom Smartphone - bist du Smartphone abhängig?

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Vermutlich gehörst du auch zu den Menschen, die jeden Tag ihre Smartphonezeit angezeigt bekommen. iOS und Android machen das mittlerweile automatisch. Wie viele Stunden warst du am Smartphone? Vermutlich etwas erschreckend. 

Seit ihrer Erfindung haben wir das Smartphone immer weiter in unser Leben integriert. Eine elektronische Fussfessel, mit der man uns immer und jeder Zeit orten kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch ohne Smartphone das Haus verlässt, ist sehr gering. Manch einer hat schon die Frage gestellt: Ist der Mensch bereits zu einer Verbindung aus Mensch und Maschine geworden? Uns scheint die Verbindung ja zu gefallen. 

Was ist Langeweile? Der moderne Mensch kennt kaum noch Langeweile in seinem Leben. Egal wo man ist: An der Supermarktkasse, in der Bahn, im Wartezimmer, wenn man nicht weis, was man zu tun hat, wird das Smartphone herausgeholt und man beschäftigt sich.

Immer mehr Menschen fühlen sich ohne ihr Smartphone unwohl. Die Möglichkeit, jederzeit unbegrenzt Informationen zu konsumieren, hat uns alle in ihren Bann gezogen. Immer mehr Menschen entwickeln eine Abhängigkeit zu ihrem Smartphone. Die Smartphone-Sucht kann ernsthafte Konsequenzen für die körperliche und geistige Gesundheit haben. 

Welche körperlichen und geistigen Folgen hat eine Smartphone-Abhängigkeit? 

Abgesehen von den klassischen Merkmalen einer Sucht, über die du hier mehr lesen kannst, hat die Smartphone-Abhängigkeit eine Reihe von körperlichen und geistigen Folgen. Psychisch werden Angst und Depressionen verstärkt. Die Erinnerung und das Erinnerungsvermögen bauen sich ab. Unser Gehirn verändert seine Struktur. Impulsives Verhalten und Schlaflosigkeit steigen erheblich an. 

All diese Folgen der Smartphone-Abhängigkeit sind frühzeitig behandelt noch reversibel. Je länger die Sucht andauert, desto schwieriger wird es wieder aufzuhören. Prävention ist der beste Schutz. 

Wie kann man einer Smartphone-Abhängigkeit vorbeugen? 

Eine der effektivsten Präventionsmassnahmen sind Handy-freie Zeiten am Tag. In unserer hochproduktiven Phase am Morgen bis zur Mittagszeit und am Abend über die Nacht darf das Handy ausgeschaltet oder im Flugmodus sein. Es ist hierbei sehr wichtig, dass man das Handy nicht mehr in Sicht- und Greifweite hat. Selbst ein ausgeschaltetes Handy in Sichtweite vermindert die Konzentration und Produktivität erheblich. 

Neben der Handy-freien Zeit vom Abend bis zum Mittag des darauf folgenden Tages, sollte man sich auch angewöhnen, im Beisein von anderen Leuten auf die Benutzung vom Smartphone zu verzichten. Während der Mahlzeit oder der gemeinsamen Zeit mit der Familie hat das Smartphone nichts verloren. 

Woran erkenne ich eine Smartphone-Abhängigkeit? 

Um eine Smartphone-Abhängigkeit sicher zu erkennen, gibt es verschiedene Anzeichen, die drauf hindeuten. Je mehr dieser Symptome zutreffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für das Bestehen einer Smartphone-Sucht. Je früher man eine Handysucht erkennt, desto einfacher und schneller wird die Heilung ausfallen. 

1. Kein Handy — gibt es nicht!

Dein Leben funktioniert nicht mehr ohne dein Smartphone. Denke versuchsweise daran dein Smartphone morgens nicht mitzunehmen. Löst das bei dir Angst und Unwohlsein aus?

Wenn dieses Symptom mit einer hohen Smartphone-Nutzung einhergeht und du dein Handy immer verwendest, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das eine Sucht vorliegt. Immer verwendet bedeutet z.B. auf dem WC, an der Kasse, in der Gesellschaft mit Freunden und Familie.  

2. Emotionale Beziehung zum Handy 

Wie ging es dir nach deinem letzten Social Media Post? Hast du dich gut gefühlt oder hast du dich schlecht gefühlt? Vielleicht war es abhängig von der Reaktion auf den Post hat es viele Likes gegeben? Sein emotionales Empfinden und Selbstwertgefühl vom Handy definieren zu lassen ist ein erstes deutliches Zeichen für eine Smartphone-Abhängigkeit. 

3. Immer länger und immer öfter 

Du steigerst die Nutzungsintensität von deinem Smartphone über die Zeit hinweg? Dein Smartphone nimmt einen immer grösseren Teil von deinem Leben ein. Andere Aktivitäten nehmen zunehmend ab. 

4. Abnehmendes Interesse für offline Aktivitäten 

Dein Leben verlagert sich von der realen Welt immer weiter in die online Welt. Die intensive Smartphone-Nutzung drängt andere Aktivitäten aus dem Leben. Ist deine Zeit am Handy wichtiger als der Besuch vom Fitnesscenter? 

5. Soziale Isolation gegenüber Mittmenschen 

Trotz einem vielleicht intensiven Austausch in der digitalen Welt fühlst du dich einsam. Abseits der Kommunikation auf dem Smartphone reduzierst du absichtlich den realen Kontakt mit Familie und Freunden.  

6. Verdrängen von negativen Auswirkungen 

Die vielen negativen Auswirkungen fallen dir aber nicht mehr auf und wenn, dann werden sie verdrängt. Der Bezug zu einem normalen Nutzungsverhalten fehlt zunehmend. Mehrere Stunden vom Tag am Smartphone — ganz normal. Auch Hinweise aus dem privaten Umfeld werden verdrängt und ignoriert.

7. Erfolglose Versuche des Entzugs 

Dir ist klar ,das deine Handy Nutzung nicht normal ist, darum versuchst du etwas zu verändern. Alleine wirst du immer wieder rückfällig und schaffst es nicht deine Nutzung dauerhaft zu normalisieren. Erfolglose Entzugsversuche sind ein massives Warnzeichen und ein Hinweis über Hilfe von aussen nachzudenken. 

8. Negative Emotionen von der Benutzung 

Eigentlich macht dich die Benutzung traurig. Immer wieder realisierst du was du mit deiner Lebenszeit machst. Auch wenn dir bewusst ist das die intensive Smartphone Nutzung dir schadet und dich traurig macht, so machst du es trotzdem weiter. Du nutzt dein Smartphone gegen deinen Willen immer weiter. 

9. Heimliche Nutzung vom Handy 

Vielleicht es dir Peinlich so lange auf dem Handy zu sein. Du suchst nach ausreden und vertuschst deine intensive Smartphone-Nutzung. So geht es zum Beispiel auf das Klo für eine intensive Nutzung, welche man nicht am Tisch machen möchte. Alternativ werden Lerneinheiten vorgetäuscht, die stattdessen für Socialmedia genutzt werden. 

9. Stimmungsaufheller Handy 

Wenn es dir schlecht geht, greifst du zum Handy. Nach ein paar Minuten oder Stunden im Instagram und Twitter Feed spürst du deine Traurigkeit nicht mehr. Hier gibst du die Kontrolle deiner Stimmung an dein Handy ab. Eine bessere Idee wäre es den Kontakt mit anderen Menschen in der offline Welt zu suchen.  

10. Zwanghaftes Nutzen 

Du kennst es vielleicht, du öffnest dein Handy, ohne zu wissen, was du machen möchtest. Schnell werden planlos ein paar Apps geöffnet. Dieses zwanghafte Nutzen tritt häufig in Situationen der Langeweile auf. Egal ob an der Kasse, im Supermarkt, auf dem Klo, an der Haltestelle oder in der Bahn. Wer die Augen öffnet, sieht zahlreiche Menschen um sich herum, die mit diesem Symptom kämpfen. 

11. Fear of missing out 

Die Fear of missing out, auch bekannter unter FOMO, beschreibt das regelmässige Checken vom Handy aus der Angst heraus Nachrichten zu verpassen. Statt eine Auszeit vom Handy zu nehmen, werden regelmässig alle Kanäle gecheckt. Es wird die erstbeste Gelegenheit genutzt um an einen Informationsüberfluss zu gelangen.

12. Folgen für die Gesundheit 

Nach einiger Zeit hat die Abhängigkeit vom Smartphone auch gesundheitliche Folgen. Schlafmangel ist eine der häufigsten Folgen, weil das Handy bis spät in die Nacht hinein genutzt wird. Zusätzlich treten häufig auch Rückenprobleme und Sehstörungen vom Fokussieren auf das kleine Display auf.   

13. Verlust des Zeitgefühls 

Eigentlich wollte man nur etwas bestimmtes am Smartphone machen, nun sind aber schon wieder 2 Stunden vergangen und man weis nicht wo die Zeit geblieben ist. Wem das häufiger passiert, der sollte sich Gedanken über seine Nutzungsgewohnheiten machen. 

 

Fazit - Bin ich Smartphone abhängig? 

Stellt sich nun die Frage ob man Smartphone abhängig ist. Wenn mehrere der Symptome zutreffen ist mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Abhängigkeit vorhanden. Nutze die Vorbeuge Massnahmen, wie eine Smartphone freie Zeit und Beschäftigungen in der realen Welt oder hole dir Hilfe von Freunden. 

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