Hilfe bei Prüfungsangst: Stress abbauen und Fokus verbessern

Mann mit Buch, Lernen für die Prüfung ohne Stress, Fokus

Was ist Prüfungsangst? Es gibt kaum jemanden, für den der Begriff „Prüfungsangst ein Fremdwort ist. Besonders Schüler und Studenten leiden darunter und sie wollen das unangenehme Gefühl effektiv bekämpfen. Aber Prüfungsangst bekämpfen - geht das überhaupt? Sind vom Arzt verschriebene Beruhigungsmittel gegen Prüfungsangst sinnvoll oder nicht? Oder wird dann alles noch viel schlimmer, weil man seinen Fokus verliert?

Prüfungsangst kann im Extremfall zu einer psychischen Störung werden. Diese kann so weit gehen, dass die Angst nicht ausreichend auf die Prüfung vorbereitet zu sein und zu versagen zu dem Abbruch des Studiums führt. Wenn die Angst übermächtig zu werden scheint und die persönlichen Zukunftsaussichten bedroht sind, sollte unbedingt ein Facharzt zurate gezogen werden. Glücklicherweise ist dies nur selten der Fall.

Im Normalfall gilt bei Prüfungsstress: Der unüberlegte und vorschnelle Griff zu verschreibungspflichtigen Beruhigungsmitteln sollte gut überlegt werden. Wesentlich natürlicher als der Griff zu medizinischen Beruhigungsmitteln ist der Einsatz von einer besonderen Atemtechnik gegen Prüfungsangst als Hilfe gegen die aussergewöhnliche Stresssituation, kombiniert mit einer Auswahl geeigneter Nahrungsergänzungsmittel zum Lernen.

Prüfungsangst bekämpfen - geht das überhaupt?

Es ist ganz normal, dass Schüler und Studenten vor wichtigen Prüfungen sehr angespannt sind. Die gute Nachricht hierbei ist: Lampenfieber und Aufregung sind sinnvoll und nicht schädlich, denn sie mobilisieren alle Reserven und helfen dabei die Leistung zu steigern. Wichtig ist es auch zu wissen, dass die Prüfungsangst vollkommen normal ist und bei jedem Menschen vorkommt.

Anders ist die Sachlage aber, wenn sich die Angst zur Panik steigert und man buchstäblich nicht mehr denken kann vor Nervosität. Wenn dies schon einmal aufgetreten ist, sollte nicht gezögert werden und professionelle Hilfe aufgesucht werden. Viele Schulen und Hochschulen bieten die Leistung von Psychologen an, die in diesen Fällen helfen können. Neben dem Schul- oder Universitätspsychologen ist der Hausarzt ein guter Ansprechpartner bei diesem Problem.

Was ist Prüfungsangst?

Die Prüfungsangst gehört zu den Angstreaktionen, die dann auftauchen, wenn der Organismus auf eine bedrohlich empfundene Situation reagiert. Die typischen Merkmale dieser Angst können sich in Herzrasen, Schwitzen, gesteigerter Aufregung, Mundtrockenheit und Magen-Darm-Beschwerden ausdrücken.

In der Prüfung wird eine bestimmte Leistung abgefragt. Das Problem, was sich durch die Prüfungsangst einstellt, ist das Gefühl, keine ausreichende Leistung abliefern zu können und das wird als starke Bedrohung empfunden. Wer schon einmal eine schlechte Erfahrung in dieser Hinsicht gemacht hat, zum Beispiel durch ein schlechtes Prüfungsergebnis ist besonders gefährdet, stark unter der Prüfungsangst zu leiden. Auch ein übertrieben hoher Leistungsanspruch, dem man sich persönlich aussetzt, kann zu dem Auftreten der Prüfungsangst führen.

Wie kann man die Prüfungsangst erkennen?

Nicht jede Aufregung, oder jeder kleine Anflug von Lampenfieber ist gleich eine ausgeprägte Prüfungsangst. Von dieser Angststörung spricht man bei den folgenden Symptomen:

  • Blockade oder Blackout: Wenn man eine Prüfungsfrage gestellt bekommt, kann man nicht mehr denken
  • Man kann sich vor der Prüfung nicht mehr konzentrieren und kann vor lauter Angst nicht mehr lernen
  • Psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen vor der Prüfung, oder Herzrasen, Magen -Darmbeschwerden, starke Müdigkeit oder Kopfschmerzen am Tag der Prüfung
  • Übertriebene Selbstzweifel und Mutlosigkeit

Natürliche Wege gegen die Prüfungsangst

Es hilft zu wissen, dass man seine eigene Prüfungsangst selber sehr gut bekämpfen kann. Alles, was man dazu braucht, ist eine gezielte Selbstreflexion und das Wissen um natürliche Mittel, mit denen man seiner Angst effektiv begegnen kann. Zunächst einmal sollte man sich seiner Angst stellen und versuchen herauszubekommen, was genau sie ausgelöst hat.

Unterstützend helfen natürliche Nahrungsergänzungsmittel, die dabei helfen, die innere Balance wiederherzustellen. Klassiker unter den Beruhigungsmitteln in Europa sind Baldrian, Melisse und Hopfen. In der ayurvedischen Medizin ist Ashwagandha das Mittel der Wahl bei Stress. Ashwagandha wirkt ausgleichend auf die Stresshormone und sorgt so für eine tiefgreifende Erholung des Nervensystems. Ein anderes bekanntes Mittel zur Herstellung und Bewahrung der inneren Balance ist Rhodiola Rosea, was auch unter dem Namen Rosenwurz bekannt ist.

Grüner Tee zur Stressbekämpfung

Wenn ein Tee die Bezeichnung „gesund“ verdient, dann ist das ohne Zweifel der grüne Tee. Die Pflanze verfügt über ganz erstaunliche Vorteile und macht sie zu einem geeigneten Partner während der Lernphase und während der Prüfungsphase, da sie gleich mehrere Vorteile in sich vereint. Grünen Tee kann man durchaus als das perfekte Morgengetränk bezeichnen, mit dem Potenzial Kaffee den Rang abzulaufen.

Grüner Tee enthält – ebenso wie Kaffee – Koffein. Aber anders als Kaffee spendet der Tee intelligente Energie, denn er sorgt nicht dafür, dass Adrenalin ausgeschüttet wird, was den Stress im Körper verstärkt. Kaffeekonsumenten kennen das: Für kurze Zeit ist man hellwach nach dem Genuss von Kaffee, aber dann kommt es häufig zum Koffein - Crash, wenn der Körper von Stresshormonen überflutet wird. Der grüne Tee sorgt mit seiner besonderen Verbindung aus Koffein, Polyphenolen und der Aminosäure L-Theanin dafür, dass die negative Auswirkung des Koffeins abgefangen wird und es nicht zu einer Stressbelastung für den Körper kommt. Was jedoch bleibt, ist das energiegeladene Wachgefühl was zu einem gezielteren Fokus und zu einer höheren Produktivität führt.

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass L-Theanin sich direkt positiv auf den Geisteszustand auswirkt, denn es sorgt dafür, dass Alpha-Gehirnwellen ausgelöst werden. In den Alpha-Zustand kommen wir auch durch Meditation und durch kreative Aufgaben, die uns Freude machen. Wenn Alpha-Wellen freigesetzt werden, verbessert sich unser Fokus, wir fühlen uns entspannt und kreativ – alles sehr gute Voraussetzungen zum guten Bestehen einer Prüfung.

Mit gezielter Atemtechnik schnelle Hilfe bei Prüfungsangst erzielen

Gegen Angst und Panik gibt es eine sehr effektive Atemtechnik, die eine sofortige Beruhigung auslöst: Die 4-6-8-Methode. Wer sich schon einmal bewusst gezwungen hat, bei Angst tief ein und auszuatmen wird vermutlich schon gemerkt haben, dass es ganz unmöglich ist, bei einer ruhigen und entspannten Atmung weiter aufgeregt zu bleiben. Aus dieser Beobachtung heraus wurde eine spezielle Atemtechnik entwickelt, mit der sich der Prüfungsstress effektiv und sofort "wegatmen" lässt. Die Methode funktioniert sogar in der Prüfung, nicht nur in der Vorbereitungszeit. So funktioniert die Atemtechnik:

  1. Tief und langsam durch die Nase einatmen. Dabei bis vier zählen
  2. Halten Sie nun die Luft an und zählen Sie mit angehaltener Luft bis sechs
  3. Langsam wieder durch den geöffneten Mund ausatmen und dabei bis acht zählen
  4. Diesen Ablauf fünfmal wiederholen

Die Atemtechnik führt umgehend zu einer verbesserten Konzentration und zu einer tiefen Ruhe. In diesem Zustand funktioniert die Denkleistung wieder optimal.

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